Polarlicht-Referenz
Die Karte der geomagnetischen Breite
Karten zeigen das Polarlicht als sauberes Band über der Nordhalbkugel. Es ist weder sauber noch um den Nordpol zentriert — sondern um den Magnetpol, rund 800 km entfernt, was das Ganze verschiebt.
Live · aktuell Kp 2
Die helle Zone zeigt, wohin das Polarlicht in diesem Moment reicht — nur auf der Nachtseite. Die blassen Bänder darunter zeigen, was ein Ort in einer gewöhnlichen Nacht wert ist.
Zum Drehen ziehen · auch mit Pfeiltasten
- Fast jede klare NachtKp 1–2
- HäufigKp 3–4
- Aktive NächteKp 5–6
- Nur bei StürmenKp 7+
Folgen Sie einer farbigen Linie. Sie bleibt auf einer geomagnetischen Breite — überall dieselben Polarlicht-Chancen — und wandert dabei 12° gewöhnlicher Breite, über 1.200 km, je nachdem, auf welchem Meridian Sie stehen.
So lesen Sie die Karte
Die grauen Ringe zeigt jeder Atlas: Kreise um den Nordpol. Die farbigen Linien sind das, woran sich das Polarlicht hält — und sie liegen sichtbar außermittig, nach Europa hin verschoben und von Sibirien weg.
Dieser Versatz ist der ganze Grund, warum eine skandinavische Stadt das Polarlicht in einer ruhigen Nacht sieht, während eine russische Stadt im selben Abstand zum Pol auf einen Sturm wartet. Am Himmel unterscheidet sich nichts — nur ihr Winkel zur Magnetachse.
Beide Enden des Planeten
Es gibt zwei Ovale, nicht eines, und sie sind spiegelgleich. Kippen Sie den Globus nach unten — oder drücken Sie die Pfeiltaste nach unten — um das südliche zu sehen. Hobart, Dunedin, Christchurch und Ushuaia liegen darunter.
Warum die amerikanische Seite tiefer liegt
Der Magnetpol neigt sich nach Nordamerika, daher reichen die Konturen über Kanada und den nördlichen USA am weitesten nach Süden. Deshalb wird das Polarlicht manchmal aus Michigan oder Maine gemeldet, bei einem Kp, der auf derselben Breite in Zentralasien nichts zeigen würde — und deshalb stammen Schlagzeilen über ungewöhnlich weit südlich sichtbare Lichter fast immer aus dem amerikanischen Sektor.
Ihre eigenen Koordinaten
Die Karte zeigt die Form. Der Rechner liefert die Zahl für jeden Punkt der Erde.
Die Konturen stammen aus einem exzentrischen Dipol nach den IGRF-13-Koeffizienten, Epoche 2020. Das echte Feld hat Strukturen, die ein Dipol nicht erfasst — nehmen Sie die Linien als guten Anhaltspunkt, nicht als Grenze.